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BriD
Last seen: vor 1 Monat 2 Wochen
Beigetreten: 11.09.2018 - 14:13
CS0 Bj. 1980 - Zylinderkopfdichtung, Bitte um Entscheidungshilfe

Moin Allerseits, 

In diesem Jahr haben wir uns entschlossen unseren relativ selten genutzten Spider über den Winter lackieren zu lassen und damit endlich optisch auf Vordermann zu bringen (er hat es nötig, der Lack sieht wirklich nicht gut aus). Prompt ging uns vor einigen Wochen die Zylinderkopfdichtung kaptutt. Unser Werkstatt meinte, ein bloßer Austausch der Dichtung würde nicht reichen, die Zylinderwände seien angegriffen, es sei eine grundlegende Übearbeitung des Motors erforderlich. Kosten in etwa das, was wir für die Lackierung veranschlagt haben, 4-5k€.

Nun haben wir das Fahrzeug voriges Jahr schweißen lassen, nur aus Budgetgründen haben wir die Lackierung vertagt. Jetzt stehen wir vor der Frage:

  1. Ersatzmotor? Welche Kosten? Laufen wir da nicht Gefahr, dass uns das nach ein paar Monaten wieder passiert?
  2. Machen lassen? Sind Kosten in der Höhe auch bei Werkstätten zu erwarten, die auf Fiat Spider spezialisiert sind?(Unsere Werkstatt macht auch Oldtimer, auch Motorüberarbeitung, ist aber auf VW T1-T3 spezialisiert)
  3. Verkaufen so wie er ist? (Sollte jemand Interesse haben: bitte melden)

Vielleicht hat ja jemand die eine oder andere Inspiration für uns. Aktuell sind wir etwas ratlos.

Besten Dank im Voraus und Grüße

Olaf

 

 

 

 

 

 

 

 

manni66
Last seen: vor 3 Tage 16 Stunden
Beigetreten: 12.01.2017 - 10:40
Motor defekt

Hallo Olaf,

ein gebrauchter Motor kann eine Wundertüte sein, sollte also auch erst demontiert und geprüft werden. Das kann bei guter Substanz von 200 € für Dichtsatz, Lager und Kleinteile plus den Preis für den Motor beginnen wenn man es selber machen kann. Kann aber auch in den 4-stelligen Bereich gehen wenn eine Generalüberholung fällig sein sollte. Plus die Kosten für den Ein- und Ausbau wenn das eine Werkstatt macht. Überholte splintfertige Motore werden bei diversen Händlern ab 4.000 € aufwärts angeboten.

Machen lassen mit dem vorhanden Motor, das was Dir die Werkstatt angeboten hat beinhaltet ebenfalls den Ein- und Ausbau und  und die kpl. Instandsetzung eines eigentlich schrottreifen Motors (Von Kurbelwelle bis Zylinderkopf alles defekt) bei einem Motoreninstandsetzer. Ich kenne im Raum München eigentlich nur eine Firma wo Ein- und Ausbau und die Instandsetzung des Motors in einem Haus gemacht werden. Der Regelfall ist aber die Werkstatt baut den Motor aus, verbringt in zu einem Motoreninstandsetzter reicht dessen Kosten mit einem Aufschlag weiter an Dich und baut in wieder ein. Die tatsächlichen Kosten können dabei abhängig von den tatsächlich notwendigen Arbeiten auch geringer ausfallen. Der Vorteil wenn ich das einer Werkstatt überlasse ist, das ich Gewährleistung auf die durchgeführten Arbeiten einfordern kann wenn etwas nicht funktionieren sollte.Der Nachteil dabei ich bin in Zugzwang, die Werkstatt erwarte eine Entscheidung ob ich die tatsächlichen Kosten tragen werde, wenn es mir  aber zu teuer sein sollte habe ich eine Karosserie und einen Motor in Einzelteilen die aufgelaufenen Kosten und ein nicht fahrbereites Fahrzeug.

Verkaufen, eigentlich keine Option, Fahrzeug mit Lack und Motorschäden ? ein Teileträger abhängig von der Substanz.

Eine alternative ? beschädigte Bohrungen haben eigentlich selten den Ursprung in einer defekten Zylinderkopfdichtung. Das Auto ist vorher gelaufen und sollte eigentlich mit einer neuen ZK Dichtung auch noch übergangsweise weiterlaufen bis eine Motoren-instandansetzung planbar gemacht werden kann und wenn machbar spart Eigenleistung einiges.

Gruß Manfred

 

124-DS
Last seen: vor 3 Wochen 4 Tage
Beigetreten: 23.05.2017 - 19:23
Hallo Olaf,

Hallo Olaf,

meine Erfahrung, die ich vor kurzen wegen einem Lagerschaden machen durfte, bei dem vielleicht auch ein Austausch der Lager und das Überarbeiten der Kurbelwelle den Schaden behoben hätten, lassen mich zur kompletten Überarbeitung tendieren. Allerdings musste der Motor in meinem Fall ja sowieso raus und zerlegt werden, so dass diese Kosten schon ein signifikanter Teil der letztlichen Gesamtkosten betrug.

Da wahrscheinlich der Schaden bzw. die nötigen Arbeiten an Deinem Motor nur bei einer kompletten Zerlegung überhaupt ersichtlich sind, würde ich dazu raten, die Aussichten auf Erfolg einer Teilreparatur und die dafür entstehenden Kosten mit der kompletten Überholung und deren Kosten in ein Verhältnis zu setzen.

Was also würde der Austausch der Zylinderkopfdichtung kosten? Für die Generalüberholung sind die angesetzten Kosten von 5000.- wohl realistisch - allerdings wie beschrieben eben mit einer Garantie.

Ob es überhaupt eine spezialisierte Werkstatt in Deiner Umgebung gibt, die beides - Ausbau und Instandsetzung - macht ist fraglich. Auch fraglich ist, ob eine solche Werkstat das preiswerter machen würde.

Ob es schlau ist eine optische Restauration zu machen, wenn es potentielle Mängel bei der Technik gibt, ist fraglich. Sicherlich wäre es am ökonomischsten - wenn es das Budget zulässt - beides gleichzeitig zu machen. 

Zu Deinem Trost lässt die gerade endende Saison Dir Zeit die Sachen anzugehen - mein Motorschaden war im April…

Viele Grüße, Daniel.

BriD
Last seen: vor 1 Monat 2 Wochen
Beigetreten: 11.09.2018 - 14:13
Hallo Manfred, Hallo Daniel.

Hallo Manfred, Hallo Daniel.

Vielen Dank für Eure Antworten. Es ist schon einmal beruhigend, dass die Werkstatt unseres Vertrauens (die eigenen Aussagen zufolge die Motoren tatsächlich auch selbst überholt), mit Ihrem Angebot durchaus im Rahmen liegt. Selbst machen ist keine Option, zwar bastel ich schon mal an der ein oder anderen Stelle herum, aber keine ernsthaften Sachen und nur wenn man im DuRohr eine Schritt-für-Schritt-Anleitung findet.

In einer anderen wirtschaftlichen Gemengelage hätten wir uns hier sicher auch für die Komplettlösung entschieden (wenn der Wagen sowieso auseinandergenommen wird, bietet sich das ja an). Nur haben wir 3 Jungs die gerade am Beginn Ihrer Berufsausbildung stehen (wer glaubt Kinder werden mit zunehmenden Alter günstiger...kann ich nach unseren Erfahrungen nicht bestätigen).

So bleibt mir jetzt nur eine letzte Frage, da ich den Markt nicht kenne und immer wieder staune, über Preise die bei Verkaufsanzeigen verlangt und bei Auktionen nicht erzielt werden: Gesprächsweise (eher in einem Nebensatz) wurde erwähnt, dass in der Werkstatt jemand den Wagen gesehen hat und 2000-2500€ geboten habe. Wie schätzt Ihr das ein?

Guten Start in die Woche

Olaf

Bild des Benutzers x-ray
x-ray
Last seen: vor 1 Monat 4 Wochen
Beigetreten: 05.09.2012 - 18:18
Natürlich bleibt beim Einbau

Natürlich bleibt beim Einbau eines gebrauchten Motors ein Restrisiko, 

Abhängig vom Etat muss aber vielleicht nicht immer das Optimum erreicht werden. 

Ich kenne den sonstigen Zustand Deines Fahrzeugs nicht. 

Für 2500.- würde ich nicht verkaufen.

Im Zweifelsfall neue Zylinderkopfdichtung und mit laufendem Motor an Bastler verkaufen , dann bist Du bei 5 - 7 k

Gruß

Michael 

BriD
Last seen: vor 1 Monat 2 Wochen
Beigetreten: 11.09.2018 - 14:13
Danke für die Einschätzung.

Danke für die Einschätzung. Mit der Anregung habe ich die Werkstatt gebeten das zu prüfen. Die spontane Reaktion war,  das sei gar nicht zu empfehlen. Durch den höheren Druck mit der neuen Dichtung bestünde die Gefahr, dass der ohnehin vorgeschädigte Motor nach kurzer Zeit völlig ruiniert sei, man wolle sich den Motor aber mit diesem Hintergrund noch einmal ansehen.

Vor ein paar Wochen habe ich eine Ebay Auktion gesehen von einem - zumindest den Bildern und der Beschreibung nach zu urteilen - innen und außen gut erhaltenen 1980er Spider, bei dem bei 7,7K€ Startpreis (Wunschpreis war 14,5K€) nicht mal ein Gebot abgegeben wurde.

Zwar sind bei unserem alle Schweißarbeiten gemacht, die Grundsubstanz ist gut, aber Lackierung und eben leider jetzt der Motor sind zu überarbeiten. Wie gesagt ich kenne den Markt überhaupt nicht, aber ist da ein Preis, mit zwar laufendem aber zu überarbeitendem Motor, von 5K€ realistisch?

Grüße, Olaf

Bild des Benutzers Snoopy
Snoopy
Last seen: vor 1 Tag 12 Stunden
Beigetreten: 04.09.2012 - 19:48
Dazu müsste man ihn sehen.

Dazu müsste man ihn sehen. Aber jetzt ist natürlich auch bald eine schlechte Zeit um Oldtimercabrios zu verkaufen.

Du kannst auch mal Nico unseren Technikbetreuer anrufen. Aber von der Ferne schwer zu beurteilen.

Für 2500 müsste wirklich so ziemlich alles ziemlich schlecht sein.

(Als Anmerkung: Vor ca. 50.000km hat eine Oldtimerwerkstatt meinen Motor geprüft da er nicht ganz rund lief. Die haben eine Generalüberholung empfohlen.Gemacht wurde dan aber nur Zylinderkopf und Dichtung, Ventilschaftabdichtungen und die Ventile neu engeschliffen. Momentan ist er bei vermutlich 155.000km und läuft für mich zufriedenstellend ohne hohen Ölverbrauch oder mit zu geringer Leistung...

Freundliche Grüße,
Christoph Hain
2. Vorsitzender / Regionalleiter Region 9
Telefon: 0172 7620 703

Stammtisch (immer am 2. Freitag im Monat) 9.11. Gänseessen
Treffen: Retroclassics 07. - 10.03.2019, Pfingsttreffen Rostock 7.-10.6.2019

manni66
Last seen: vor 3 Tage 16 Stunden
Beigetreten: 12.01.2017 - 10:40
Motor defekt

Hallo Olaf,

welche Laufleistung hat der Motor eigentlich, wie hat sich die defekte ZK Dichtung bemerkbar gemacht, war der Öldruck auffällig ? Was hat die Werkstatt bis jetzt gemacht, den Motor ausgebaut, zerlegt und vermessen oder wurde nur der ZK abgebaut und die Bohrungen optisch beurteilt ?                                                                                                                                                           

Wenn der Spider für Dich nur ein Gebrauchsgegenstand ist würde ich in dieser Situation den Motor mit einer neuen ZK Dichtung wieder lauffähig machen und verkaufen, das was bis jetzt in das Auto investiert wurde zahlt Dir sowieso keiner und jede weitere Investition wäre sinnlos.                                                                                                                                                                       Hängt aber schon Herzblut an meinem Spider, der sowieso nur selten genutzt wird, würde ich persönlich bei der gleichen Ausgangslage den Motor jetzt ebenfalls mit dem geringst möglichen Aufwand lauffähig machen und die bereits begonnen Arbeiten an Karosserie und Lack erst einmal abschließen. Mein Fahrzeug würde ich dann auch mit der gebotenen Vorsicht weiter nutzen bis eine planbare Motorinstandsetzung möglich ist oder ein Austauschmotor neu aufgebaut ist.

Gruß Manfred

 

BriD
Last seen: vor 1 Monat 2 Wochen
Beigetreten: 11.09.2018 - 14:13
Insgesamt wird der Wagen wohl

Insgesamt wird der Wagen wohl so um die 95.000 - 100.000 Meilen gelaufen sein, wir haben den mit stehengebliebenem Tacho übernommen. Habe mir gerade noch einmal die Historie angeschaut. 1994 hatte er wohl schon einmal einen Motorschaden. Für insgesamt 10.000DM wurde der Motor komplett zerlegt, der Zylinderkopf wurde überholt, Zahnriemen, Wasserpumpe und Thermostat sowie alle Wasserschläuche wurden erneuert. Das Getriebe wurde damals auch zerlegt und alle Lager und Simmerringe erneuert.

Dann gab es 2002 noch einmal eine umfangreichere Erneuerung von Kühler, Thermostat Bremsen und Querlenker. Und 2016 dann die umfangreichen Schweissarbeiten.

Naja, bemerkbar gemacht hat sich das wohl mit Wasserverlust, leider haben bei mir da nicht die Alarmglocken geläutet. Wir sind, nach dem ersten Hochkochen (Wasser nachfüllen) noch allerhöchstens 100km gefahren. Mal hat er Wasser verloren, mal nicht (ich habe das dann immer mal wieder geprüft). Gekocht hat er dann nicht mehr, sobald wir gesehen haben dass die Öltemperatur über die übliche Stellung geht, haben wir den Wasserstand noch einmal geprüft. Wasser während der Fahrt nachführen, war vielleicht noch 2-3Mal erforderlich. Das trat ja merkwürdiger Weise auch nicht bei jeder Fahrt auf.

Dann hatten wir Startprobleme und ich habe den Anlasser zum Reinigen ausgebaut (letztlich war das aber ein korrodiertes Massekabel, das erneuert werden musste). Bei diesen Arbeiten habe ich mir das Fahrzeug von unten angeschaut (um auch die Ursache für den Wasserverlust zu finden) und musste feststellen, dass beim Starten Wasser aus dem Auspuff kam. Also sofort ab in die Werksatt. Auf dem Weg dahin kam dann der weiße Rauch. Zwischen dem einmaligen Überkochen wegen Wassermangel und Werkstattfahrt liegen vermutlich nur 30-70km allerhöchstens 100km.

Die Werkstatt hat wohl den Zylinderkopf abgenommen und reingeschaut. Was mir jetzt wo ich das hier schreibe auch einleuchten würde ist, dass die Beschädigungen die die gesehen haben möglicherweise noch von dem alten Motorschaden aus 1994 sind. Die genaue Formulierung in der 1994er Rechnung lautet übrigens: "Teilmotor erneuert und Zylinderkopf überholt".

Aktuell sind wir ziemlich frustriert und tendieren eher dazu den Wagen abzugeben, da wir eigentlich immer mit den Budgets rumhadern, sonst hätten wir den Wagen damals nach den Schweißarbeiten (auch ein paar k€) ja auch gleich lackieren lassen.

Grüße

Olaf

 

 

 

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